Wir, Agnes Bigge und Jan Jeworski vom Team Kassel, haben an der Accenture Campus Challenge 2008 teilgenommen. In den folgenen Zeilen berichten wir von unseren Erfahrungen und Erlebnissen des diesjährigen Wettbewerbs.
"Sich die Zeit nehmen, Erfolge zu genießen."
Nach dem Anmeldeprozesse war es im April 2008 soweit: der Kick-off der Campus Challenge war erreicht. Von nun an sollte sich der Ablauf des Alltages erheblich ändern. Es war der Beginn einer anstrengenden, aber auch sehr spaßigen und lehrreichen Zeit.
Es kamen Tage und Wochen auf uns zu, bei denen wir öfters zu der Frage gelangten: „Was machen wir eigentlich hier?!?“ Bereits das Thema „Die Zukunft der Finanzfunktion in einer multipolaren Welt“ brachte uns zu Beginn der Bearbeitung fast zum Verzweifeln. Doch dank unserer Accenture-Coaches, Tim Völker und Dr. Oliver Bohl, welche uns stets mit Rat und Tat zur Seite standen, wurde das Ziel Woche für Woche ein wenig deutlicher. So verstrichen die Wochen bis das Bundeslandfinale vor der Tür stand. Zu diesem Zeitpunkt wurde klar, dass wir noch einen Gang zulegen mussten, um eine erfolgreiche Teilnahme an der Accenture Campus Challenge sicherzustellen. Alles lief mehr oder weniger nach Plan, bis uns die entscheidende Frage ereilte: „Wie steht es eigentlich mit der Präsentation?“ Da wir zu diesem Zeitpunkt den Ausfall eines Teammitglieds verkraften mussten, erwischte uns diese Frage eiskalt. Somit folgte eine Nachtschicht auf die andere bis einen Tag vor dem Bundeslandfinale unsere Präsentation finalisiert war.
Zu viert machten wir uns auf den Weg von Kassel nach Kronberg, wo der größte Accenture-Standort in Deutschland angesiedelt ist. Hier beeindruckte uns zunächst die Architektur, Ausstattung und Technik des Gebäudes. Begrüßt wurden wir durch die Organisatorinnen der Campus Challenge, Andrea Datzmann und Dunja Frisch, zwei äußerst freundliche Mitarbeiterinnen, die uns gleich das „Du“ anboten und uns stets mit Rat und Tat zur Seite standen.
Gleichzeitig trafen wir aber auch auf die Studententeams des zweiten ausgeschriebenen Themas im Rahmen der Campus Challenge 2008: „Web 2.0 Enterprise Mashups für Global Sourcing.“ Schnell verstrichen die Minuten und Stunden bis unser Team Kassel zur Präsentation gebeten wurde. Schnell merkten wir, dass nichts so richtig funktionierten wollte. Angefangen bei der Vorbereitung des Beamers bis hin zu unserer Präsentation lief fast alles schief was nur schief laufen konnte. Enttäuscht, aber auch mit dem Ziel und Ansporn, im Finale alles besser zu machen, fuhren wir zurück nach Kassel.
Uns blieben nur noch acht Tage, um unsere Präsentation zu verbessern und das neben Klausuren an der Hochschule und Krisensituationen im Team. Dennoch haben wir uns als Team gegenseitig unterstützt und motiviert. Mit Vorfreude und Entschlossenheit sind wir dann am 26. Juni ein weiteres Mal nach Kronberg zum Finale aufgebrochen. Bei unserer Ankunft waren bereits die anderen Teams aus Deutschland und Österreich vor Ort. Nach Vorträgen von Accenture, Microsoft, Ebay und der KapowTech ging es zur Mittagspause.
Um 14:00 Uhr wurde es dann ernst. Die Auslosung der Präsentationsreihenfolge erfolgte. Unser Wunsch, als erstes Team zu präsentieren, ging in Erfüllung. Auch während der Präsentation lief alles nach unseren Vorstellungen, die im Anschluss gestellten Fragen der Jury wurden gut von uns beantwortet und schließlich konnten wir mit unseren Thema voll und ganz überzeugen. Mit unserer Leistung sehr zufrieden, konnten wir entspannt den Präsentationen der beiden anderen Teams lauschen. Im Anschluss an die Präsentationen im Hotel angekommen, warteten dort kleine Überraschungspakete mit T-Shirts auf uns. Es folgte ein lustiger Abend am Campus Kronberg mit leckerem Essen und Getränken, einem Spiel der Fußball EM, netten Unterhaltungen und Kickern. Erst spät in der Nacht, nach dem einen oder anderen Cocktail, fuhren wir zurück ins Hotel zu unserer wohlverdienten Nachtruhe.
Denn auf uns wartete ja noch weiterer Tag: der Tag der Entscheidung. Früh am nächsten Morgen ging es zwar müde, aber dennoch gut gelaunt zurück in die Accenture-Räumlichkeiten. Die Zeit bis zur Entscheidung erschien viel zu lang. Die Nervosität und Ungewissheit, ob wir noch einmal im großen Präsentationssaal vor allen anderen Teams und der Jury präsentieren durften, war uns allen anzusehen. Am Ende stand das Team aus Graz, welches das gleiche Thema bearbeitet hatte wie wir, als Sieger fest. Somit hatten wir es leider nicht geschafft. Dennoch waren wir mit unseren Ergebnissen sehr zufrieden. Aber natürlich blieb auch die kleine Enttäuschung, es nicht ins Finale geschafft zu haben.
Somit gingen drei Monate voller Arbeit, Anstrengung, aber auch Spaß zu Ende. Die „Accenture Campus Challenge“ war eine große Erfahrung für uns alle. Angefangen bei einer recht schwierigen Ideenfindung über Herausforderungen anderer Art bis hin zu einem lustigen, aber ebenso anstrengendem Finale in Kronberg war alles dabei.