Als die Campus Challenge 2006 während meines Studium „International Management with Engineering“ an der FH Südwestfalen innerhalb einer Vorlesung vorgestellt wurde, war mir das Unternehmen Accenture noch nicht bekannt. Das Konzept des Wettbewerbs überzeugte mich schließlich, an der Lehrveranstaltung teilzunehmen. Es ging darum, gemeinsam mit anderen Studierenden zu einem vorgegebenen Thema durch Projektarbeit innerhalb von mehreren Wochen ein marktreifes Konzept zu entwickeln.
Im Jahr 2006 bestand die Herausforderung darin, eine „Digital Pen and Paper“-Lösung (DPP) im Bereich Government zu entwickeln. Als Ziel galt es, eine konkrete Anwendungsmöglichkeit für den Einsatz dieser Technologie im öffentlichen Sektor aufzudecken, Möglichkeiten für die funktionale und technische Integration der Technologie in bestehende Prozesse zu erarbeiten, Optimierungspotentiale herauszustellen sowie den vorteilhaften Einsatz der Technologie durch Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen zu untermauern.
Auf der Suche nach formularintensiven Prozessen setzten wir uns mit dem Veterinär-/ und Lebensmittelüberwachungsamt Hochsauerlandkreis in Verbindung. Die betrieblichen Abläufe und Voraussetzungen schienen ideal für den Einsatz von DPP. Nach intensiven Gesprächen mit unseren Technologiepartnern und der Behörde stellte sich heraus, dass in diesem Bereich bereits nach Alternativen zur Datenerfassung gesucht wurde. Unsere Projektarbeit war daher sehr willkommen. Dadurch konnten wir eine hohe Praxisnähe unserer Lösung und die Unterstützung der Behörde sicherstellen. Während dieser Zeit wurde uns von Accenture ein Berater, zum einen für organisatorische Fragen und zum anderen für die methodische Unterstützung, zur Seite gestellt. Für einen regelmäßigen Austausch diente der wöchentliche Call mit unserem Coach von Accenture.
Nachdem wir die für die Campus Challenge geforderten Dokumentationen wie z.B. den Business Plan, das funktionale und technische Konzept erstellt hatten, galt es, die erste Hürde im Regionalfinale zu nehmen. Hier traten insgesamt fünf Teams gegeneinander an. In einer knappen Entscheidung konnten wir uns gegen das zweitplazierte Team durchsetzen und erhielten die Einladungen für das zweitägige Finale in Kronberg bei Frankfurt am Main.
In der ersten Entscheidungsrunde wurden alle 16 Teams in vier Gruppen eingeteilt und stellten einer Jury ihre Arbeitsergebnisse vor. Wir konnten als Team in unserer Gruppe überzeugen und uns somit die „Fahrkarte“ für den zweiten Finaltag sichern. Zudem hatten wir die Gelegenheit, die Präsentationen unserer Mitstreiter zu verfolgen und neue Kontakte zu Studierenden der anderen teilnehmenden Hochschulen und den Kooperationspartnern zu knüpfen. Den ersten Tag krönte die Abendveranstaltung – ein Kochevent. Hier konnten wir gemeinsam mit den anderen Teilnehmern und den Accenture-Beratern unsere Kochkünste unter Beweis stellen.
Am zweiten Finaltag traten dann nochmals alle vier Siegerteams des ersten Tages gegeneinander an und präsentierten ihre Konzepte vor dem großen Plenum im Campus Max des Accenture Hauptsitzes in Kronberg. Dann stand die Entscheidung fest und die Jury verkündete das Siegerteam – Fachhochschule Südwestfalen, Meschede. Wir konnten uns gegen die letzten drei Teams durchsetzen und haben somit das Finale der Campus Challenge 2006 gewonnen. Als Siegerteam erhielt jeder von uns neben attraktiven Sachpreisen eine Zusicherung für ein 6-monatiges Praktikum bei Accenture. Da ich nur noch ein Auslandssemester und meine Abschlussarbeit zu absolvieren hatte, bewarb ich mich im Mai 2007 für einen Direkteinstieg bei Accenture.
Den Eindruck von Accenture als interessanten Arbeitgeber, den ich während der Campus Challenge bekommen hatte, verstärkte sich auf dem zweitägigen Auswahlevent. Zusammen mit den vermeintlichen „Konkurrenten“ erlebte ich fordernde Aufgaben und Problemstellungen, aber auch eine Atmosphäre, in der es Spaß machte zu arbeiten. Am Ende des zweiten Tages konnte ich mich dann über ein Vertragsangebot freuen.
Nun arbeite ich schon seit über einem Jahr bei Accenture und habe auf den vergangenen Projekten viel gelernt. Als Mitarbeiter unserer Consulting Workforce im Bereich Systemintegration & Technologie habe ich bisher Kunden in der Chemie-, Telekommunikations- und Energiebranche bei ihren Problemstellungen geholfen. Egal, ob bei der Einführung eines konsistenten Management Reportings, dem Erarbeiten eines technischen Konzepts für die Konzernkonsolidierung oder bei der Optimierung von Planungsprozessen und -tools, es gilt stets zusammen mit den Kollegen und den Kundenmitarbeitern im Team die bestmögliche Lösung für den Kunden zu erarbeiten.
Neben den Projektaufgaben habe ich ebenso als Coach die Campus Challenge im Jahr 2008 betreut und werde auch in diesem Jahr wieder mit dabei sein. Denn egal, ob als Teilnehmer oder als Coach, die Accenture Campus Challenge ist auf jeden Fall eine spannende und lohnenswerte Erfahrung für jeden.